09.09.2018 La Coruña

Wir verlassen Camaret sur Mer kurz nach 5:00 Uhr. Es ist stockfinster und wir fahren gemeinsam mit einer ander Segelyacht aus dem Hafen. Es dauert eine Weile, bis wir die verschiedenen Farben und Kennungen von Seezeichen identifiziert und der Karte zugeordnet haben. Wegen der vielen Untiefen sehen wir vieles blinken.

Der andere Segler biegt nach einer Stunde ab und wir fahren allein Richtung La Coruña. Es wird langsam hell. Da mich wieder die Seekrankheit quält, macht Klaus das Frühstück.

Nach einiger Zeit können wir Segel setzen und der Windpilot fährt uns RIchtung Spanien. Nach 30 Stunden Fahrt ist mir nicht mehr schlecht und ich kann die Fahrt genießen. Wir haben Neumond und die Nacht ist tiefschwarz. Gelegentlich gibt es sternenklaren Himmel. Dadurch, dass es kein weiteres Licht gibt, kann man unendlich viele Sterne sehen - wunderschön.

Wir haben wieder unsere 3-Stunden-Wachen. Ich kann in meiner Freiwache inzwischen etwas schlafen, Klaus anscheinend weniger. Bei meiner Wache in der zweiten Nacht quittiert die Selbsteueranlage ihren Dienst. Der Wind ist inzwischen abgeflaut und wir müssen unter Motor fahren. Ab jetzt muss von Hand gesteuwert werden. Das ist bei der Atlantikdünung abstrengend, vor allen Dingen Nachts im Dunklen.

Am Abend des dritten Tages erreichen wir La Coruña. Wir machen neben einem Franzosen fest, den wir später in den nächsten Häfen auch wieder treffen. Nun wollen wir erst einmal ausschlafen.

Am nächsten Tag geht es in die Stadt - unter anderem auch, um die Vorräte wieder aufzufüllen.

Eindrücke aus La Coruña

 

Ich möchte unbedingt wieder auf den Leuchtturm (Herkules). Der hat mir vor 4 Jahren schon so gut gefallen - vor allen Dingen der Ausblick auf den Atlantik. Diesmal haben wir Fahrräder mit, die nun zum Einsatz kommen. Leider ist Herkules zum Teil im Nebel.