14.07.18 Zwischen Lauwersoog und Dokkum

Wir wollen jetzt erst einmal ein Stück Staande Mastroute fahren. Die Windrichtung hätte zwar für Schottland gepasst, aber erstens haben wir nicht die passenden Seekarten dabei und zweitens möchte ich nicht schon wieder eine Nachtfahrt.

Nachdem wir aus der Schleuse heraus waren, (es gab noch etwas Stress, weil in der Schleusenausfahrt plötzlich ein kleines Mororboot quer davor lag), konnten wir - nur unter Vorsegel - langsam mit ca. 3 Knoten durch das glatte Wasser gleiten - sehr entspannend.

Da wir vor dem Wind fuhren, mussten wir mehrmals halsen. Irgendwann ging nichts mehr, wir steckten im Schlamm und das mitten im Fahrwasser. Während wir versuchten mit Hilfe des Motors wieder frei zu kommen, kam von hinten ein holländischer Segler auf und erklärte uns, dass die grünen Tonnen bei einem Meter stehen. (Wir haben 2 Meter Tierfgang.) Nach einigen Versuchen kamen wir wieder ins tiefere Wasser.

Als wir vor vier Jahren diese Strecke schon einmal gefahren sind, hatten wir immer Probleme, Liegeplätze zu finden. Insgesamt ist die Strecke nicht sehr tief und die Häfen erst recht nicht. Deshalb will ich gern rechtzeitig, sozusagen am Wegesrand, einen Liegeplatz suchen.

Wir finden ein nettes Plätzen in Lee und in der Sonne. Die letzten Tage waren nicht besonders warm gewesen, deshalb ist es schön, nun die kurze Hose wieder raus zu holen.

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Wir liegen mit 3 anderen Schiffen auf diesem abgelegenen Liegeplatz. Ab und zu kommen andere Boote oder Radfahrer vorbei und abends wird es total ruhig. Wir genießen den Abend mit einem Schluck Rotwein im Cockpit.

Am nächsten Morgen etwas Seerauch auf dem Wasser.

Reiher

Ich kann einen Reiher bei der Jagd beobachten.