18.06.2017

Wir sollten unseren Liegeplatz bis 8:00 Uhr räumen. Angeblich war er vorbestellt, wir denken allerdings, dass sie sauer waren, dass wir so früh in den Hafen gekommen sind und uns eigenmächtig einen Liegeplatz ausgesucht haben.

Leider passte die Tide gar nicht zur Startzeit für unserem geplanten Törn. Wir haben den Strom gegenan.

Je weiter wir in die Straße von Gibraltar kommen, desto schlechter wird die Sicht.

Kurz vor 11:00 Uhr haben wir Tarifa querab, die schmalste Stelle zwischen Europa und Afrika. Leider können wir nichts sehen. Gegen Mittag klart es auf und um 15:40 Uhr machen wir in Barbate fest.


19.06.2014

Es ist leider kein Segelwind und wir fahren die knapp 40 sm bis Cadiz unter Motor und erreichen 15:30 Uhr den Anleger der dortigen Tankstelle.

Es ist noch früh am Tag und wir nutzen die Gelegentheit zu einem Spaziergang durch die Altstadt.


20.06.2014

Es ist 8:30 Uhr als wir ablegen. Wir fahren aus dem Hafen als „Mein Schiff 3“ gerade in Cadiz einläuft. Der Kreuzfahrer wird mit einer Wasserfontaine der Bugsierschlepper begrüßt und wir machen erst einmal Platz.

Um 10:30 Uhr können wir alle Segel setzen, aber der Wind lässt nach einer halben Stunde wieder nach - Motor an. Um 12:45 Uhr wieder ein Segelversuch der gelingt. 2 Stunden später müssen wir sogar das 1. Reff im Groß einbinden.

Gegen 18:00 Uhr erreichen wir Mazagon.


21.06.2014

Wir müssen unbedingt schneller voran kommen. Heute wollen wir die ungefähr 70 sm nach Vilamoura schaffen.

Kurz vor 8:00 Uhr geht es los.

Mit einem Mix aus Segeln und Motorfahrt erreichen wir gegen 20:00 Uhr den Hafen von Vilamoura. Dieser Hafen ist das "Kontrastprogramm". Direkt am Hafen Restaurants und kleine, exklusive Läden. "Aufgebrezelte" Touristen bevölkern Hafen und Restaurants, siehe http://www.marinadevilamoura.com/pt/

Ich suche nur einen Supermarkt, den ich nach einiger Zeit auch finde: Ein winziger Laden mit einem kleinen chinesischen Jungen, der leider kein Brot, aber dafür viel Alkohol im Angebot hat.


22.06. - 23.06.2014 VON VILAMOURA NACH CASCAIS

Morgens ganz früh noch einmal Waschtag. Leider ist es kein schönes Trockenwetter und die letzte Wäsche ist erst am Zielhafen getrocknet. (Beim Segeln können auch nicht besonders viele Teile gleichzeitig aufgehängt werden.)

Um 10:40 Uhr legen wir ab und können kurz nach 13:00 Uhr endlich die Segel setzen. Gegen 16:00 Uhr zieht ein Schauer über uns hinweg und mit ihm ist auch der Wind weg. Nach einer halben Stunde Motorfahrt können wir wieder segeln.

Gegen 20:00 Uhr umrunden wir das Kap. Danach ist der Segelwind weg und wir fahren auch die ganze Nacht unter Motor.

Ich habe bei meiner Wache das Pech, dass es regnet, ansonsten gibt es immer wieder Wetterleuchten um uns herum, aber das Gewitter zieht jedesmal an uns vorbei.

Vormittags können wir segeln und um 12:40 Uhr machen wir in Cascais fest.


24.06.2014

Wir machen einen Ausflug nach Lissabon.

25.06.2014

Da wir in den Häfen fast immer „eingesperrt“ sind, gibt es immer wieder Probleme und Verzögerungen, wenn wir den Schlüssel oder die Karte zum Öffnen der Türen an den Pontons wieder abgeben wollen. Der Marinero sollte um 7:00 Uhr kommen, kommt aber erst um 8:30 Uhr. So sitzen wir 30 Minuten untätig und fertig zum Ablegen herum.

Draußen empfängt uns eine fiese Welle. Wir fahren ein Stück unter Motor gegen an und frühstücken. Den Tee habe ich schon im Hafen gekocht, nur die Brote müssen noch geschmiert werden.

Die Welle wird schlimmer und wir setzen Besan und das Vorsegel (etwas eingerollt). Wir stampfen uns in der Welle fest und kommen mit 2-3 Knoten voran. Der Wind ist genau gegen an und eine Wende bringt uns nur minimal weiter. So können wir unser Ziel Penische nicht im Hellen erreichen und wir beschließen umzukehren um bei Cascais zu ankern.

Beim 2. Ankermanöver sind wir der Meinung, dass der Anker hält. Nun habe ich Zeit, mich zu entspannen und den Laptop wieder zum Laufen zu bekommen. Nach 4 Stunden und mit den letzten 10 % Akkuleistung gelingt es mir.


26.06.2014

Um 7:00 Uhr geht der Anker auf. Wir müssen auf niemanden warten und sind das 2. Boot, dass den Ankerplatz verlässt. Nur das Boot aus der Karibik ist schon weg.

Auch heute ist unser Ziel wieder Peniche. Wir haben uns eine andere Strategie überlegt, mit Wind und Welle umzugehen. Aber Wind und Welle sind fast weg und wir fahren unter Motor, bis wir 14:30 Uhr Peniche querab haben.

etzt haben wir einen etwas anderen Kurs und den Wind nicht mehr genau gegen an. Wir setzen alle Segel und erreichen 19:15 Uhr Porto da Nazaré und machen an einem der nicht mehr ganz frischen Ausleger fest. Das Hafenoffice hat nicht mehr auf und ich störe einen Sicherheitsmenschen beim Spiel Portugal gegen Ghana - fatal. Er spricht kein Wort Englisch und ich kein Portugiesisch. Ich verstehe nur, das er sauer auf die portugiesische Mannschaft ist. Trotzdem kann ich irgendwie einchecken.

Der Hafen ist in der Hauptsache ein Fischereihafen und die ganze Nacht über ist Betrieb.


27.06.2014

Kurz nach 6:00 Uhr mache ich mich wieder auf zur Security am Hafeneingang. Diesmal sitzt dort jemand mit Englischkenntnissen und ich checke aus. Während ich an dem kleinen Häuschen stehe, mauzt es jämmerlich. Ich unterhalte mich mit der Katze, die ich nicht sehe. Auf dem Weg zurück zum Boot sehe ich sie, nachdem ich fast über sie gestolpert bin. Sie verfolgt mich mauzend bis zum Boot und – nach einigem Überlegen, springt sie sogar an Bord. Ich hätte die kleine schwarze Katze am liebsten mitgenommen, aber Klaus tut das einzig richtige und jagt sie von Bord.

Wir legen ab und das Ziel ist Porto. Leider entwickeln sich Wind und Wellen nicht so, wie wir es uns erhofft haben und die Entfernung beträgt mehr als 90 sm.

Unterwegs werden Hafenhandbücher gewälzt und das Wetter noch einmal abgefragt, dann wird Figueira da Foz als neues Ziel ausgegeben, das wir gegen 13:00 erreichen. Wir machen am Wartepier fest und warten 1,5 Stunden darauf, dass das Office wieder öffnet. Es strömt ziemlich stark und das Anlegemanöver muss wiederholt werden. Neben uns liegen noch vier weitere deutsche Boote, die allerdings in Richtung Mittelmeer unterwegs sind.

Ich suche einen Bankautomat und einen Supermarkt und lerne den Ort kennen. Der Strand jedenfalls ist riesig (lang und breit).


28.06.2014

Heute können wir ausschlafen, denn der Wetterbericht verheißt nichts Gutes. Zwischen zwei Schauern mache ich mich in Richtung Sanitärräume und Hafenmeister auf, immerhin ein Weg über Land von mehr als einem Kilometer, auf dem Wasserweg wären es ca. 100 Meter gewesen. Da der Hafenmeister die Liegegebühr erst zur Abreise haben will gehe ich frisch geduscht und mit einem 50-Euro-Schein in die Markthalle. Ein buntes Treiben an Obst-, Gemüse-, Blumen- und Fischständen. Leider habe ich keine Kamera dabei. Ich erstehe Sardinen für 1,80 Euro und bezahle mit meinem Schein. Der Händler ringt mit seiner Fassung und seine Frau holt Wechselgeld aus der privaten Geldbörse. Beladen mit Fisch, Kartoffeln, Zwiebeln und einer großen Melone mache ich mich auf den Weg zurück zum Boot.

Der Wind hat das Boot vom Auslegersteg weg gedrückt und mein Schlappseiltrick funktioniert hier auch nicht. Klaus muss für mich das Boot ein wenig heranziehen, damit ich an Bord kommen kann.

Nachmittags gehen wir am Strand spazieren.


29.06.2014

Figueira da Foz for ever ...

Der Tag vergeht mit Arbeiten am Boot und einem Spaziergang durch den Ort.

Wir kommen mit unseren deutschen Nachbarn ins Gespräch und verabreden uns für Abends auf einen Wein. Der Abend ist sehr nett und unsere Seekarten und Handbücher für das Mittelmeer wechseln den Besitzer.


30.06.2014

Endlich können wir weiter. Die Gespäche mit den Nachbarn gingen bis mitten in die Nacht, aber wir schaffen es trotzdem, um 7:00 Uhr abzulegen.

Der Wind kommt uns entgegen, aber nicht so stark. Wir fahren unter Motor bis Pova de Varzim.


01.07.2014

Klaus arbeit am Motor, der auf dieser Reise schon viele Stunden gelaufen ist. Er versucht den Vorfilter zu wechseln, der allerdings kaum zu lösen ist. Schließlich gelingt es, wir bringen die Ölabfälle zur Tankstelle und tanken auch gleich.

10:30 Uhr verlassen wir den Hafen. Das Wetter ist unbeständig. Es gibt Schauerböen und wir fahren mal mit Vollzeug, mal gerefft, mal unter Motor.

Teilweise segeln wir mit über 7 Knoten. Außerdem erlebe ich meine bisher größte Welle. Die Wellen und die Dünung auf dem Atlantik sind schon beeindruckend.

Gegen 20:00 Uhr erreichen wir Baiona und damit wieder Spanien.


04.07.2014

Wir legen früh ab, unser Ziel heißt CAMARIÑAS, das wir schon gegen 16:00 Uhr erreichen. Wir werden an einen Liegeplatz vor dem Wind verwiesen und der Marinero nimmt die Leine als Vorleine und nicht als Spring, mit dem Ergebnis, dass wir fast den Steg rammen.

Das Wetter ist durchwachsen, der Hafen überschaubar. Ich gehe einen Supermarkt suchen und abends sehen wir uns das Spiel Deutschland-Frankreich in der Hafenbar an. Der Fernseher zeigt das Deutsche 1. Programm ein, verstehen kann man allerdings nichts, da die Spanier sehr laut sind.

Außer Spaniern schauen noch Franzosen und Briten zu. Die Franzosen schlagen gelegentlich die Hände über dem Kopf zusammen. Das Spiel endet gut für Deutschland und wir gehen wieder an Bord.